Von Pümpel, Dienst am Kunden und der Extrameile
Ich war dreimal bei Max in der Torstraße, um eine Saugglocke – auch Pümpel genannt – zu erwerben.
Am Sonnabend war leider keiner mehr vorhanden, ggf. käme am Montag einer mit. Ich bat darum, mir einen zurückzulegen.
Am folgenden Montag kam natürlich kein Pümpel mit. Ich fragte, ob man mir denn für den darauffolgenden Donnerstag – da sollte es die nächste Lieferung geben – eine Saugglocke bestellen könne. Nein, daß wäre nicht möglich, daß machen der Einkauf bzw. die Software allein. Man habe leider keinen Einfluß auf die Warenlieferung der Zentrale und könne auch nicht extra bestellen.
Als alter SAP-Logistiker halte ich es zwar für ein Gerücht, daß eine Warenwirtschaftssoftware im Jahre 2009 hierzu nicht in der Lage wäre. Aber die Hoffnung stirbt wie üblich zuletzt.
In meinem Fall am besagten Donnerstag. Nix Pümpel, aber es gab einen guten Tipp: Ich könne ja in der Schönhauser Allee… Danke. Ich war dann bei Hellweg am Ostbahnhof. So ein Pümpel kosten übrigens nur 3,39 EUR inkl. Mehrwertsteuer. Von den Beschaffungskosten dieses speziellen Exemplares einmal abgesehen.
Einmal abgesehen vom Umstand, daß Mäxchen in einen Altbaugebiet keine Pümpel hat, frage ich mich natürlich, was man sich in der Max-Bahr-Zentrale dabei gedacht hat, gesonderte Bestellungen für Kunden unmöglich zu machen. Auf der einen Seite investiert man bewußt in “kleine” Läden im Kiez, gleichzeitig möchte man aber mit der einhergehenden Vertriebskultur nichts zu tun haben.
Welchen Grund habe ich also, dort weiterhin einzukaufen, wenn wichtige Teile des Sortiments nicht vorhanden sind und der Anbieter sich gleichzeitig weigert, auf Kundenanfragen einzugehen?
Wenn die Extrameile wirklich die unerwartete Sonderleistung des Verkäufers ist, die dem Kunden das WOW entlockt, dann wäre sie hier für ein paar “Meter” zu haben gewesen. Wie heißt es doch so schon? Ein guter Kunde:
- Bezahlt seine Rechnung,…
- …kommt wieder und…
- …bring noch jemanden mit.
Bei Mäxchen und mir sehe ich ab Nr. 2 nunmehr einige Eintrübungen. Schade, denn Kundenloyalität ist so simpel zu erreichen: Mit gutem Service.

Hi Stefan,
auch ein Blogger… das ist ja nett..
Gruß, Dirk
Kommentar von D. — 12. Januar 2009 @ 10:36
Hallo Dirk,
ja bringt Spaß… :)
Mehr von mir gibt es übrigens auf http: / / www.stadtbahn-blog.de .
Kommentar von Stefan — 12. Januar 2009 @ 16:06